Alexandria

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Die wichtigste Metropole der Neuzeit Ägyptens war die vom "Alexander dem Großen" um 322/21 v. Chr. gegründete Hafenstadt Alexandria. Alexandria war Standort einiger kultureller Bauwerke, wie z.B. der großen Bibliothek, sie vereinte das antike Wissen auf Hunderttausenden Papyrusrollen. Bedeutende Gelehrte lebten und arbeiteten in Alexandria.

Nach dem Selbstmord von Kleopatra VII. (s.auch Kleopatra) endete die Blütezeit der Stadt. Den Niedergang haben die blutigen Auseinandersetzungen in den Jahrhunderten der römischen Besatzung zu verantworten. Kaiser Trajan (98-117 n. Chr.) ließ erst die jüdischen Händler vertreiben und Caracalla (211-217 n. Chr.) rächte sich einst für die Scharfzüngigkeit der Alexandriner mit einem Blutbad unter der Jugend.

Auch das nach Alexandria gelangte Christentum sah sich im 3. und 4. Jh. heftigen Verfolgungen ausgesetzt. Die Bedeutung Alexandrias nahm mit dem Einzug des Islam 642 immer weiter ab. Dennoch stehen einige Bauwerke und Legenden für die Erinnerung an die einst mächtige Metropole...

Der große Leuchtturm von "Pharos" gehört, neben den Pyramiden von Gise, auch zu den berühmten 7 Weltwundern.

 Der Turm wurde wohl von Ptolemaios I. in Auftrag gegeben, doch erst in der Zeit seines Nachfolgers Ptolemaios II. Philadelphos um 280 v. Chr. fertig gestellt. Als Architekt dieses, bis heute nie übertroffenen Baues eines Leuchtturms steht "Sostratos von Knidos". Eine Weihinschrift des Turms beinhaltet: "Sostratos von Knidos, Sohn des Dexiphaes weiht den Turm den Rettenden Göttern zum Wohle derer die zur See fahren".

Für den ca. 130 m hoch geschätzten Bau wurde als Baumaterial weißer Stein, wie Marmor und auch Kalkstein verwendet, wie auch an die 20.000 kg Silber. Der Pharos wurde von einer rechteckigen Terrasse umgeben, deren vier Ecken mit Wehrtürmen ausgestattet wurden. Zugleich hatte man in den Fundamenten eine große Zisterne zur allgemeinen Wasserversorgung eingerichtet. Die unterste Turmstufe besaß einen quadratischen Grundriss und erreichte eine Höhe von rund 71 m, wobei der Haupteingang erst im 2. Stock lag und nur über eine Rampe betreten werden konnte. Die darauf folgende 2. Stufe bestand aus einem Oktogon von rund 34 m, auf dessen Plattform sich ein Rundbau erhob. Dieser trug wiederum einen kleinen Aufsatz mit kegelförmigem Dach, auf dem eine Statue des Zeus das Bauwerk bekrönte. Wie das Feuer verstärkt wurde ist unklar, evtl. verwendete man Hohlspiegel.

Der "Pharos" stand einige Jahrhunderte bis er zwischen dem 10. und 14. Jahrhundert durch mehrere Erdbeben vollständig zerstört wurde. Die Trümmer ließ dann der Mameluckensultan "Qait Bey" beseitigen und errichtete an der Stelle die nach ihm benannte Fortanlage.

<<<  Fort Qait Bey

 

Die Pompejus- Säule:

(Römerzeit 292 n. Chr.) Hier stand einst das Sarapeion, ein Tempel der Ptolemäerzeit, dieser wurde allerdings von Kaiser Theodosis 391 n. Chr. anlässlich seiner Heidenverfolgung derart zerstört, das nicht einmal ein Grundriss ermittelt werden kann.

Der Legende nach hat derselbe Kaiser die Säule errichtet als Erinnerung an den Sieg des Christentums. Wahrscheinlicher aber ist, dass Diokletian dieses letzte Bauteil des Sarapeions hat aufstellen lassen. Die Säule mit einem korinthischen Kapitell wurde aus rotem Granit gearbeitet und hat eine Höhe von knapp 27 m und einen Durchmesser von 2,7 m, sowie einen Umfang von 9 m.

Um die Säule befinden sich u. a. zwei Königssphingen aus Rosengranit, die der früheren Ptolemäerzeit angehörten, sie wurde allerdings im Stadtgebiet gefunden.