Die Medizin

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Jeder Arzt behandelt nur eine einzige Krankheit, nicht mehrere. Und alles ist voll von Ärzten. es gibt Ärzte für die Augen, für den Kopf. für die Zähne, für den Unterleib und für innere Krankheiten. 

Der Bericht Herodos wird weitgehend durch die reichhaltige medizinische Literatur des alten Ägypten bestätigt. Darin ist sogar der älteste bekannte Schwangerschaftstest überliefert!

 Schon im Alten Reich scheint es diese Spezialisierung in der Heilkunde gegeben zu haben, was auf das hohe alter der ägyptischen Medizin verweist. Ein bedeutender medizinischer Papyrus berichtet etwa von 48 Verletzungen, bevor er abbricht. Zunächst werden Symptome geschildert, darauf folgen die Diagnose und das Urteil: "Es ist ein Leiden, das ich behandeln will" oder: "Es ist ein Leiden, gegen das ich ankämpfen will" oder aber es hieß: "Es ist ein Leiden, gegen das sich nichts tun lässt". 

Chirurgische Instrumente

für die Nachwelt in Stein gemeißelt.

Darauf werden die Behandlungsmöglichkeiten geschildert. Dabei fallen die genaue Beobachtungsgabe der damaligen Ärzte und ihr Wissen um verborgene Zusammenhänge auf, wenn sie etwa den Pulsschlag auf die Tätigkeit des Herzens zurückführen zahlreiche pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe auf. Chirurgen verwendeten Schienen und brannten Abszesse aus. selbst Zahnersatz war schon bekannt. erstaunlich ist, dass die Technik der Mumifizierung, zu der ja das Öffnen des Körpers und das Entfernen mehrerer Eingeweide gehörte, nicht zu besseren Kenntnissen über die Funktion der einzelnen Organe geführt hat. Mumien übrigens geben gute Auskunft über die Erfolge von Heilbehandlungen, etwa bei Knochenbrüchen und anderen Verletzungen.