Pyramiden

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Nachfolgend beschrieben die bekanntesten Pyramiden Saqqara, Dahschur usw.,
die Skizzen sind maßstabsgetreu zueinander um die jeweiligen Größenunterschiede erkennen zu können.

 

Die Stufenpyramide:

  

Die Stufenpyramide von Pharao Djoser, gilt als der älteste Steinbau der Welt. Sie wurde ca. 2660 v. Chr. erbaut. Der Grundgedanke der Grabanlage für Djoser war es, einen Bereich für die Seele zu schaffen, dessen Mittelpunkt die eigentliche Pyramide war.

Sie entwickelte sich aus einer herkömmlichen Mastaba, die mehrmals erheblich erweitert wurde. Dabei wurde eine Mastaba über die andere geschichtet, bis die sechs ungleichen Stufen eine Höhe von insgesamt 62 Metern erreichten. Ein Fuchsbau unterirdischer Schächte und Stollen, teilweise von Grabräubern angelegt und von nicht fertig gestellten Originalschächten kaum zu unterscheiden, unterhöhlt das  109 x 125 Meter große Fundament. 

 

Die Knickpyramide &
Die Rote Pyramide:

Es ist nicht bekannt welche der beiden Pyramiden des Pharao Snofru (2613 - 2589 v. Chr.) (Vater des Cheops) zuerst entstand, aber es wird angenommen die "Knickpyramide" scheint älter zu sein (auf Foto unten), für jenen Knick im oberen Drittel gibt es 2 Thesen:

 

  entweder der König ist plötzlich verstorben und der Neigungswinkel von normal 54 Grad wurde auf 43 Grad herabgesetzt um den Bau schneller zu beenden, oder aber der Untergrund der Pyramide gab nach und den Neigungswinkel wurde herabgesetzt um das Gewicht zu verlagern. Sie wurde nie benutzt.

 

Die nördliche oder "Rote" Pyramide von Dahschur ist die erste "echte" Pyramide sie hatte einen Winkel von nur 43 Grad im Gegensatz zu ihren Nachfolgern von 51 Grad. Sie wurde aus rotem Gestein erbaut der bei Sonneneinfall auch einen roten Schimmer abgibt, daher ihr Name die "Rote Pyramide".  >>>

 

 

Die Ruine von Meidum:

Meidum: Etwa 60 km südlich von Saqqara ließ König Snofru eine Pyramide errichten, deren heute noch 65 Meter hohe Ruine verschiedene Bauphasen erkennen lässt. Die ursprüngliche Stufenpyramide erhielt durch Ummantelung bzw. Auffüllen der Stufen die Form einer echten Pyramide.

 

 

Die Pyramiden von Abusir:

In der 5. Dynastie (um 2490-2420 v. Chr.) verlegten die Herrscher ihre Pyramiden nach Abusir, gelegen zwischen Gize und Saqqara. Hierbei handelt es sich z.B. um die Pharaonen "Neferikare", "Niuserre" und "Sahure". Diese Pyramiden, oder zumindest das welches heutzutage noch davon übrig ist, wurde von der deutschen Orientgesellschaft zu Beginn unseres Jahrhunderts freigelegt und untersucht.

Eine der insgesamt vier Pyramiden war die des Königs "Sahure", die Reliefplatten dieser sind allerdings zu 98% zerstört.

Ein tschechisches Grabungsteam fand in den Ruinen die bislang älteste je gefundene Mumie ca. 4400 Jahre alt. In der 5. Dynastie waren die Pyramiden wesentlich unscheinbarer als die der der 3. Dynastie, und im Vergleich dazu relativ unbedeutend. In den meisten Büchern findet man daher kaum spezifische Beschreibungen darüber. Meistens ist es leider nur grob umrissen.

 

 

Die Unas-Pyramide:

Der letzte Herrscher der 5. Dynastie (um 2340 v. Chr.), Pharao Unas ließ seine Pyramide in der Nähe des Djoser- Bezirkes erbauen.

Der ca. 43 m hohe Bau wirkt eher wie ein Schutthaufen, obwohl er, wie es eine Inschrift der 19. Dynastie, auf der Südseite besagt, von Prinz Chaemwese im Auftrag seines Vaters Ramses II. restauriert wurde.

Die Sargkammer ist mit einem Satteldach voller vergoldeter Sterne versehen. Die typischen Sargtexte sind hier blau ausgemalt, und der Sarkophag besteht aus Basalt, einem weicheren Gestein als Granit, wie ihn die meisten anderen Könige bevorzugten.

 

 

Die schwarze Pyramide Amenemhets III.:

In der 12. Dynastie (um 1820 v. Chr.) wurden die Pyramiden aus luftgetrockneten Nilschlammziegeln erbaut. Sie wurde anschließend von Kalksteinplatten überzogen, die im Laufe der Zeit aber verwitterten. Somit war der Verwitterungsprozess der Ziegel unumgänglich.

Daher sieht die Pyramide heute aus wie ein Turm der aus einem Schuttkranz hervor ragt. In den späteren Dynastien wurde nicht mehr auf die Steinmassen der 3. Dynastie gesetzt, sondern vertraute man eher einem Labyrinth aus Gängen und Kammern. Mit 78 m Höhe und einer Kantenlänge von 105 m war die Schwarze Pyramide- der Beiname kommt übrigens von der Farbe der getrockneten Nilschlammsteine- die größte des Mittleren Reiches.

Die Anlage teilte das Gleiche Schicksal wie einst die Knickpyramide von Snofru, der Untergrund gab aufgrund des enormen Gewichtes des Baus nach und die Pyramide sackte ab. Dadurch entstanden schwerwiegende Schäden und diese erzwangen die sofortige Einstellung der Arbeiten. Der bereits aufgestellte Granitsarkophag blieb leer.

 

 

Die Pyramide von Hawara:

Nach der Baueinstellung der Schwarzen Pyramide kam es im Südosten des Faijums zu einem Neubau einer Pyramide für den König. Sie erreichte nach Fertigstellung eine Höhe von 104 m und bediente sich der Skelettbauweise zur Stabilisierung. Die Zwischenräume der Sternförmig angelegten Steinrippen wurden mit Nilschlammziegeln ausgemauert. Abschließend erfolgte wieder eine Verkleidung des Baus mit Kalksteinplatten.

Das Berühmte und Besondere an dem Totentempel war das gewaltige Labyrinth, welches nach einer Schilderung vom Historiker Strabo (um 100 v. Chr.) 1500 Räume in zwei Geschossen gehabt haben soll. Leider kann dies nicht mehr nachvollzogen werden, da der Tempel sehr stark zerstört ist.

 

 

Pyramide von Pepi I.:

Das Grab Pepis I. (6. Dynastie) liegt im Südteil von Saqqara. Es wurde damals als Mennefer-Pepi bezeichnet (von Dauer ist die Schönheit des Pepi). Seit der 18. Dynastie übertrug man diesen Namen auf die in der Nähe liegenden Stadt Memphis.

 

  Für den Bau der Pyramide wurden zahlreiche Blöcke älterer eingestürzter Bauwerke der Umgebung verwendet, was an den Aufschriften erkennbar ist. Der Eingang zu den Innenräumen befindet sich am Boden der heute zerstörten Nordkapelle.

 

 

Pyramide des Teti:

 

Diese von Gaston Maspero erforschte Pyramide der 6. Dynastie liegt in Saqqara; sie gleicht heute einem Geröllhaufen. Ihre Innenräume, zu denen man durch einen Eingang im Hof der Nordkapelle gelangte, sind ähnlich angelegt wie die des Unas und ebenfalls mit Pyramidenrtexten ausgestattet.

 

 

Die Pyramiden von Nubien:

 

Die Pyramiden von Nuri wurden 2000 Jahre später gebaut als die ägyptischen. Die Belegung dieser Nekropole, die ca. 70 Pyramiden umfasst, begann während der Regierungszeit des Pharaos Taharqa (690-664 v. Chr.). Unter den Pyramiden befinden sich die Gräber des Königs, der Königinnen und des Adels.

Die Herrscher der 25. Dynastie (746-655 v. Chr.) stammten aus Nubien, das die Ägypter Kusch nannten. Sie schufen ein Reich, das sich über ganz Ägypten und Nubien erstreckte, und machten das am 4. Katarakt gelegene Napata zur Hauptstadt. Dort befand sich seit der Zeit der ägyptischen Herrschaft über Nubien ein Zentrum des Amun-Kultes.

 

Die nubischen Pyramiden sind stets kleiner und spitzer als die ägyptischen des Alten Reichs. Der steilere Neigungswinkel von 60° bis 70° verleiht ihnen ihr typisches Aussehen.

Sie sind aus Steinquadern aufgeschichtet, besitzen einen massiven Kern und glatte Außenwände. Auffällig ist das fehlende Pyramidion, also die eigentliche Spitze des Bauwerks.