Stein von Rosette

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1798 war die Armee Napoleons I. in Ägypten eingefallen, um die militärische Position Großbritanniens im Mittelmeer zu schwächen und dessen Verbindung nach Indien zu stören. 1799 fand ein französischer Offizier bei Rosette (etwa 15km vor der Mündung) den berühmten Stein von Rosette mit dessen Hilfe Jean-Francois Champollion seine Entzifferung der Hieroglyphen begann (1822). Es handelt sich um eine schwarze Basalt- oder Granitplatte mit einem Priester-Dekret aus dem Jahr 196 v. Chr. Entscheidend war, dass der Text in drei Schriften und zwei Sprachen abgefasst ist:


mit Hieroglyphen, mit demotischen und griechischen Schriftzeichen, also in Altägyptisch und Griechisch. Champollion erkannte an Königsnamen, die in den Kartuschen stehen, den phoenischen Charakter, den Lautwert, die Hieroglyphen, die man bis dahin für eine Bilderschrift gehalten hatte. Champollion hatte mit der Entzifferung eines einzigen Königsnamens (Ptolemaios) den Grundstein für eine moderne Lesung einer längst untergegangenen Schrift gelegt.

 

Nach der Kapitulation Alexandrias (1801) kam der aufschlussreiche Stein nach England, weshalb er sich heute im britischen Museum befindet. Champollion musste also mit Reproduktionen der Inschrift arbeiten.