Die Macht des Goldes

>home<

 

 

Schmuck war für die alten Ägypter ebenso selbstverständlich wie die Kleidung. Anders als für uns war ein Schmuckstück jedoch mehr als eine Zierde; es war ein schützendes Amulett.

Hier sind mehrere Abbildungen zu sehen von Grabbeilagen, deren Wert eigentlich unschätzbar ist, denn der kulturelle Wert ist ja nun erheblich größer als der materielle.

Reiche Schmuckfunde und zahllose Darstellungen in Malerei und Skulptur machen deutlich, welche Rolle der Schmuck im Leben der alten Ägypter gespielt haben muss. Seine Funktion beschränkte sich nicht auf die eines schönen Accessoires sondern auch auf die Erkennbarkeit des gesellschaftlichen Ranges.

 Dem Schmuck, so glaubte man, wohnten darüber hinaus magische Kräfte inne. Daher war er auch oft mit Bildern und Göttersymbolen versehen.

auch Material und Farbe hatten Symbolkraft. Gold genoss die höchste Wertschätzung, wegen seines Glanzes und seiner Beständigkeit galt es als "Fleisch der Götter". Das Haar der Götter war aus Lapislazuli, dessen Blau Farbe des Himmels glich, der rote Karneol hatte z.B. die Farbe des Blutes und verlieh Lebenskraft.

Steine in der Farbe der Pflanzen, etwa der Türkis, waren Sinnbild des Gedeihens, der Frische und des unvergänglichen Lebens. Solch magische Kräfte waren auch im Jenseits hilfreich. Deshalb wurden Mumien reich mit Schmuck versehen.

Kein anderes Volk des Altertums brachte Schmuck in solchem Umfang und in ähnlicher Vielfalt hervor wie die Ägypter. Schon in der Vorgeschichte verarbeitete man so gut wie alle in Ägypten vorkommenden Gesteine und Metalle zu Schmuckperlen. Zwischen den Perlen wurden oft Muscheln und Schneckengehäuse ausgereiht.

Hoch gestellte Persönlichkeiten und einfachere Leute teilten das Bedürfnis, Schmuck anzulegen. Die einen konnten sich kostbares Material leisten, die anderen mussten sich dagegen mit allerlei Ersatz begnügen. Eine besondere Vorliebe zeigten die Ägypter für breite Perlenhalskragen und für Amulette in Form von Götterfigürchen oder heiligen Symbolen.